Das Team DSR-Suzuki dominierte beim Saisonstart der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft die Klasse S1 (bis 450 Kubik). Bei sonnigem Frühlingswetter beherrschten Romain Febvre (FRA) und Petr Vorlicek (CZ) mit den SUZUKI RM-Z 450 das Fahrerfeld. Auf dem schnellen Flugplatzkurs teilten sich die Beiden Pole-Position und Laufsiege, der erst 17jährige Shooting-Star Febvre übernahm die Meisterschaftsführung. In der offenen Klasse S2 sorgten die beiden DMSB SUZUKI Junioren Toni Krettek (16) und Jan Deitenbach (19) mit Top-Ten Plätzen für einen soliden Einstand.
Schon im Zeittraining zeigte sich die Konkurrenz überrascht, als Vorlicek seine RM-Z deutlichem auf Pole fuhr. Auch Aufsteiger Febvre, im vergangenen Jahr noch Meister bei den Junioren, sorgte auf Rang zwei für Respekt bei den Verfolgern. Den Start zum ersten Rennen entschied Febvre für sich, Vorlicek folgte im Schlepptau. Schnell konnte man sich von den Gegnern absetzen und fuhr ein eigenes Rennen. Febvre ließ sich nicht nervös machen und blieb an der Spitze. Kurz vor Rennende löste sich bei Vorlicek ein Handprotektor, er machte etwas langsamer, Rang zwei war absolut sicher. Doch in der letzten Kurve (!) bremste er seine Suzuki aus und fiel noch auf Position fünf zurück. Mit Frust im Bauch gewann er jetzt den Start zum zweiten Durchgang, Febvre nur auf Position sechs. Doch der junge Franzose fackelte nicht lang und war bald am Hinterrad von Vorlicek. Trotz neuem absoluten Rundenrekord von Febvre ließ sich Spitzenreiter Vorlicek diesmal nicht aus der Ruhe bringen und schnappte sich den verdienten Sieg in Lauf zwei vor Romain Febvre, der damit die Meisterschaftsführung übernahm.
Das DMSB SUZUKI Junior Team vertritt in dieser Saison die "Gelben" in der großen Klasse S2. Aufsteiger Toni Krettek hatte im Training zunächst Motorprobleme und erreichte Platz 18. Im ersten Lauf fuhr er ein gutes Tempo und zeigte mit Rang acht einen tollen Einstand in der Inter-DM. Im zweiten Durchgang wurde er leider in einen Startcrash verwickelt. Mit abgebrochenem Schalthebel war der Tag beendet. Teamkollege Jan Deitenbach erlebte einen Trainingstag zum Vergessen. Viele Probleme sorgten für die enttäuschende Startposition 20. Doch alle Fehler wurden für den Renntag behoben, mit einem perfekten Start kam er auf Position acht aus der ersten Runde. Derart motiviert, pushte er etwas zu hart und bekam harte Unterarme. Doch Rang elf war ok. Im zweiten Umlauf klappte der Start mit Position 14 nicht ganz so gut. Bis auf Rang 10 führte die Reise nach vorne, sein bisher bester Saisonstart.
Teamchef Dirk Spaniol, in diesem Jahr wieder in der S1 am Start, hatte ein schweres Wochenende. Schnellste Runde im Zeittraining wegen angeblichem verlassen der Strecke gestrichen, Stop&Go Strafe wegen Frühstart im ersten Lauf. Am Ende war es dann Gesamtrang zehn. "Für mich persönlich hatte ich mir etwas mehr erhofft, klar", so Spaniol. "Aber der Doppelsieg meiner Jungs und die Meisterschaftsführung ist absolut Top!"