Auch beim zweiten Lauf der Supermoto Europameisterschaft wurde die Leistung von Jan Deitenbach nicht mit dem erhofften Erfolg belohnt. Nach einem tollen Qualifying mit Rang vier sorgte ein Plattfuß im ersten Rennen für Enttäuschung.
Mit den Positionen acht und sieben in den weiteren Läufen konnte der DSR-Suzuki Pilot immerhin Rang neun in der Tabelle halten.
Schon die Anreise mit dem Wohnmobil ins über 2.000 km entfernte Nord-Bulgarische Pleven sorgte für etwas Stress im Team. Ein kurzfristig eingesprungener Mechaniker hatte keinen Ausweis mit der nötigen Gültigkeitsdauer. Das wurde aber erst an der rumänisch-bulgarischen Grenze entdeckt. So ging es wieder zurück nach Bukarest, wo die deutsche Botschaft den Sportlern dann am nächsten Morgen aber schnell und unkompliziert Ersatzpapiere beschaffte.
Jan ließ sich davon aber nicht wirklich beirren und zeigte auf seiner Lieblingsstrecke, hier wurde er 2009 Mannschaftsweltmeister, ein gutes Training. Mit Platz vier durfte er erstmals bei der Europameisterschaft aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen. Etwas nervös gelang dem 21jährigen der Start zwar nicht ganz perfekt, aber er war in der Spitzengruppe unterwegs. Doch schon nach zwei Runden bemerkte er immer heftigere Rutscher. Jan wurde im Feld durchgereicht und musste die Box ansteuern, der hintere Reifen war platt! Der Junior wurde zwar noch mal ins Rennen geschickt, aber mehr als Rang 16 war nicht zu holen. ?Das war echt bitter. Und in der Europameisterschaft ja gleich doppelt, denn die Startaufstellung für das nächste Rennen ist immer nach dem Zieleinlauf vorher?, so Jan.
So musste er dann aus der vierten Startreihe ins zweite Rennen gehen, kämpfte sich aber beherzt nach vorne. Auf Rang acht kam er ins Ziel, ganze zwei Sekunden fehlten nur auf die fünfte Position. Für den dritten Durchgang war die Ausgangsposition jetzt besser, aber das Überholen unter den nahezu gleich schnellen Fahrern sehr schwierig. ?Wenn Du im Pulk auf einer anderen Linie angreifst, ist ruck-zuck Dein Hintermann auch neben Dir?, erklärt Jan Deitenbach. Immerhin ging es jetzt auf Platz sieben, und weniger als eine Sekunde fehlte nach über 20 Minuten Rennzeit auf Platz fünf.
Bereits am kommenden Wochenende steht bereits das nächste Rennen mit einem Lauf zur deutschen Meisterschaft im saarländischen St.Wendel auf dem Programm.