Portimao/Portugal - Beim fünften Lauf zur Super-Moto Europameisterschaft in Portugal zeigte Jan Deitenbach einen starken Auftritt. Erstmal mit der 450er Suzuki anstatt seiner 500er am Start, holte Deitenbach mit Rang vier im ersten Lauf sein bisher bestes Einzelresultat. Insgesamt landete er auf Rang sechs und rückte damit in der EM auf Position sieben vor.
Nach knapp 30stündiger Anreise erwartete die Piloten eine tolle Anlage mit einer sehr schnellen Strecke. Jan Deitenbach entschied sich dennoch, erstmals die 450er einzusetzen, um sich an das Bike zu gewöhnen. Denn bei der Mannschafts-WM eine Woche später in Spanien muß er mit der kleineren Maschine antreten. In den ersten beiden Trainings gab es reichlich Arbeit, um Mann und Maschine aufeinander anzupassen. Im Zeittraining ging es dann deutlich besser und der Junior verpaßte mit Rang fünf nur um 6/100 Sekunden die erste Startreihe.
Im ersten Durchgang gelang dem gebürtigen Iserlohner ein prächtiger Start und er schob sich in der ersten Runde auf Platz drei vor. Konsequent wehrte er die Angriffe der Verfolger ab und verteigte seinen Rang. Zwei Runde vor dem Ende unterlief dem 22jährigen jedoch eine kleine Unaufmerksamkeit und Teamkollege und Ex-Europameister Petr Vorlicek (CZ) schlüpfte vorbei. Der Schlußangriff in der letzten Runde reichte nicht ganz, um 8/100 Sekunden geschlagen lief Deitenbach auf Platz vier ein.
Im zweiten Durchgang fädelte sich Deitenbach zunächst auf Platz fünf ein. EM-Spitzenreiter Monticelli (I) presste sich jedoch zwei Runden später vorbei. Über die kompletten 20 Minuten klebte Jan Deitenbach an der Spitzengruppe, eine Überholmöglichkeit gegen die Routiniers ergab sich allerdings nicht. Doch mit einer Rundenzeit, die nur 2/10 Sekunden langsamer als die des Siegers war, konnte er sehr zufrieden sein.
Im letzten Lauf gab es in der Startkurve eine heftige Rempelei und Jan Deitenbach konnte nur mit Glück einen Sturz vermeiden. Auf Platz acht nahm er das Rennen auf. Der Anschluß nach vorne war schnell gefunden, doch der Suzuki-Pilot agierte etwas zu aggressiv und überforderte damit seine Reifen etwas. So fehlten bei der Zieldurchfahrt zwar nur vier Sekunden auf Platz drei, aber als Resultat blieb es bei Platz acht. Dennoch konnte er in der EM zwei Plätze gewinnen und auf Position sieben vorrücken.
Am ersten Oktober Wochenende geht Jan Deitenbach erneut mit der Nationalmannschaft bei der Team-WM in Spanien an den Start.