Zum ersten Mal war die Supermoto DM zu Gast auf dem Erzgebirgsring im sächsischen Lichtenberg. Die abwechslungsreiche Berg- und Talbahn machte es dem ausgewogenen Fahrerfeld der DM allerdings schwer zu überholen. In der Klasse S1 war der amtierende Meister Petr Vorlicek (CZ) vom Team DSR-Suzuki mit Rang fünf nicht ganz zufrieden. In der S2 musste Teamchef Dirk Spaniol nach einem Plattfuss im ersten Durchgang den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung abgeben. Die beiden DSR Suzuki Junioren Jan Deitenbach und Toni Krettek zeigten aufsteigende Tendenz mit den Laufrängen vier und sieben.
Im Zeittraining verpasste der frisch vermählte Petr Vorlicek auf seiner Suzuki RM-Z 450 ganz knapp einen Platz in der ersten Reihe. Das war bei dem kurzen Start bergauf keine gute Ausgangsposition. In beiden Rennen hatte der Tscheche keine Chance gegen die perfekt startende erste Reihe. Im ersten Durchgang musste er sich auch noch Julian Becher beugen, im zweiten Durchgang reichte es immerhin für Position fünf. Zufrieden war er damit absolut nicht. ?Ich konnte heute nicht das Tempo wie am Trainingstag gehen?, so Vorlicek am Abend.
In der S2 erreichte Teamchef Dirk Spaniol im Zeittraining in der allerletzten Runde mit Platz vier die erste Reihe. In beiden Läufen konnte sich Spaniol nach dem Start auf Position drei einreihen. Im ersten Lauf hatte er sich schon etwas von den Verfolgern abgesetzt, als er in Runde vier mit einem Plattfuss das Tempo stark drosseln musste. Nach einem Reifenwechsel war er mit Rundenrückstand unterwegs, konnte aber durch einige Ausfälle noch ein paar Punkte einheimsen. Im zweiten Durchgang fand er keinen Rhythmus und wurde schnell von Lukas Wolf und Teamkollege Jan Deitenbach auf Platz fünf verwiesen, den er dann aber ins Ziel brachte.
Für das DMSB-Suzuki Junior-Team war es ein wechselhaftes Wochenende. Jan Deitenbach ereichte im Zeittraining mit Rang drei erstmals Reihe eins. Etwas nervös verlor er beim Start zwei Plätze, stürzte zwei Runden später kurz bei einem Überholversuch und bei der anschließenden Aufholjagd eine Runde später nochmals. Danach war der Kopf frei und Jan kämpfte sich von Position 15 schließlich doch noch auf Rang sechs vor. Auch im zweiten Durchgang gelang der Start nicht gut. Doch diesmal blieb der Junior cool. Schnell auf Position fünf, und in Runde acht konnte er auch Teamchef Spaniol überholen. Doch die Lücke zu Rang drei konnte er nicht mehr schließen, Rang vier und damit Gesamtrang drei waren aber am Ende ok. Toni Krettek war im ersten Durchgang von Startplatz zehn überhaupt nicht weg gekommen. Von Platz 14 musste er hart arbeiten, um am Ende den zehnten Rang wieder herzustellen. Dafür war der zweite Durchgang umso besser. Wie der Blitz schoss er auf Platz sieben vor, übernahm sogar nach einigen Runden Platz sechs. Eisern verteidigte Toni diesen Platz gegen eine ganz Gruppe von Routiniers, bis er nach einem kleinen Fehler einen Platz verlor, sich aber am Ende über einen tollen siebten Rang freuen konnte.
S1 Meisterschaftsstand nach 6 von 14 Rennen:
Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 150 Punkte
Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 118 Punkte
Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 105 Punkte
Markus Class (#111) / Suzuki - 103 Punkte
Markus Volz (#3) / KTM - 92 Punkte
Julian Becher (#98) / Kawasaki - 84 Punkte
Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 72 Punkte
Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 59 Punkte
Asseri Kingelin (#11) / Honda - 57 Punkte
S2 Meisterschaftsstand nach 6 von 14 Rennen:
Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 147 Punkte
Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 113 Punkte
Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 105 Punkte
Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 99 Punkte
Michael Wagner (#3) / Honda - 90 Punkte
Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 72 Punkte
Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 72 Punkte
Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 63 Punkte
Lukas Wolf (#155) / Aprilia - 58 Punkte
Morten Hagemann (#34) / Husqvarna - 57 Punkte