Das Team DSR-Suzuki dominierte auch beim zweiten Saisonlauf der Internationalen Deutschen Super-Moto Meisterschaft die Klasse S1 (bis 450 Kubik). Vor 10.000 Zuschauern gewann Petr Vorlicek (CZ) mit der SUZUKI RM-Z 450 beide Rennen und übernahm die Meisterschaftsführung. Romain Febvre (FRA) ergattert nach zwei Stürzen zumindest einen dritten Rang und ist damit Zweiter im Championat. In der offenen Klasse S2 zeigte DMSB SUZUKI Junior Jan Deitenbach mit Rang sieben ein starkes Rennen, Teamkollege Toni Krettek (16) schaffte Rang elf. In der nationalen Klasse C1 dominierte Andre Plogmann das Feld mit zwei souveränen Siegen.
Bereits im Zeittraining waren es erneut Vorlicek und Febvre, die sich an die Spitze setzten. Den Start zum ersten Rennen entschied Vorlicek für sich, Febvre folgte im Schlepptau. Doch schon eine Runde später übernahm Febvre im Offroad die Führung. Bis zur sechsten Runde baute der junge Franzose seine Führung aus, dann war er etwas zu schnell im Anlieger und bremste sein Bike aus. Jetzt lag erneut Vorlicek in Führung, der amtierende Meister Jürgen Künzel aber direkt an seinem Hinterrad. Doch Vorli blieb cool und gewann den Lauf. Febvre hatte eine heiße Aufholjagd gestartet, die ihn nach einem harten Manöver letztendlich noch auf Rang drei brachte. Im zweiten Durchgang gewann der Tscheche wieder den Start. Febvre drängelte mächtig, legte sich aber schon in Runde zwei kurz ab. Auf Platz 20 reihte er sich wieder ein, konnte aber mit Platz acht zumindest Schadensbegrenzung betreiben. An der Spitze lief derweil ein wahrer Krimi. Das komplette Rennen klebte Künzel förmlich an Vorliceks Hinterrad. Doch der Suzuki-Pilot war an den entscheidenden Stellen einen Tick schneller und gewann erneut!
In der offenen Klasse S2 sollte Junior Jan Deitenbach eigentlich nicht an den Start gehen, da sich eine Ellenbogen Verletzung entzündet hatte. Deitenbach kletterte trotzdem auf die Suzuki. Zunächst verhalten unterwegs, zeigte er im ersten Rennen eine gewaltige Aufholjagd, die ihn von Platz 17 bis auf Endrang sieben brachte. Im zweiten Durchgang war Deitenbach bereits auf Rang neun, als ihn ein kleiner Ausrutscher weit zurück warf. Bis ins Ziel konnte er sich auf Platz elf nach vorne fahren. Junior-Kollege Toni Krettek, mit 16 Jahren der Jüngste, war mit der elften Position im ersten Lauf sehr zufrieden. Im zweiten Durchgang zunächst auf Position elf, musste er insgesamt drei Mal zu Boden. Immerhin konnte er auf Rang 19 noch ein paar Pünktchen ergattern.
Keine Chance hatten die Gegner im deutschen Super-Moto Pokal C1 gegen Andre Plogmann. In beiden Rennen zog der Trainingsschnellste auf der SUZUKI RM-Z 450 vom Start auf und davon und ist damit jetzt bereits auf Position zwei der Tabelle. Teamchef Dirk Spaniol war Happy. ? Beim Heimspiel mit dem Team gleich vier Siege abzuräumen, was will man mehr!? erklärte er mit einem Augenzwinkern. Denn selber war der Saarländern beim Start in der S1 nicht ganz vom Glück verfolgt. Im zweiten Lauf auf einem glänzenden sechsten Rang unterwegs, wurde er drei Runden vor dem Ende etwas unsanft von einem Gegner von der Strecke bugsiert.