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13.Oktober 2009

Deutschland ist Supermoto-Weltmeister!

Beim Supermoto of Nations im bulgarischen Pleven sorgte die deutsche Equipe am vergangenen Wochenende für eine Überraschung: Die "jungen Wilden" Julian Becher (19), Jan Deitenbach (20) und Nico Joannidis (20) glänzten in drei hart umkämpften Rennen mit starken Einzelleistungen und holten schließlich den Gesamtsieg im Wettbewerb der Nationalteams. Sie konnten sich damit mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf die bulgarischen Gastgeber und zwölf Zähler Vorsprung auf Finnland den Siegerlorbeer der Mannschaftsweltmeister aufsetzen.

Schon in der Qualifikation zeigten die deutschen Piloten eine gute Leistung und rangierten in der Spitzengruppe. DMSB-Junior Jan Deitenbach (Iserlohn) belegte in der Open-Kategorie auf seiner DSR-Suzuki den vierten Rang, Julian Becher (Königsdorf) wurde in der S1 als Zweitschnellster gestoppt. Nico Joannidis (Mundelsheim) schnitt in der S2 als Sechster ab: Eine gute Ausgangsposition, die sich im ersten Rennen prompt bestätigte. In dem gemeinsamen Lauf der Klassen S1 und S2 fuhr Husaberg-Pilot Joannidis auf Platz acht, Becher lief auf seiner Kawasaki als Dritter im Ziel ein. Gemeinsam mit der italienischen Supermoto-Mannschaft belegte Deutschland damit den ersten Platz im Nationenwettbewerb.

Die Freude währte allerdings nur bis zum zweiten Rennen, in dem S2 und Open-Klasse gemeinsam antraten. Nach glänzendem Start auf Platz zwei musste Nico Joannidis zunächst nach einer Rempelei zu Boden, dann verlor die Vorderradbremse ihre Wirkung. Am Ende Platz 21 und das Streichresultat. Jan Deitenbach zeigte sein Kämpferherz: Nach einem unglücklichen Start war er bis ins hintere Mittelfeld zurückgefallen und kämpfte sich schließlich doch noch auf die neunte Position vor.
Vor dem dritten Heat lag damit das Podium zwar noch in Reichweite, doch war es an Becher und Deitenbach, den vierten Gesamtrang noch einmal zu verbessern. Und das taten die beiden mit Bravour: In einem hart geführten Rennen brachte Julian Becher seinen dritten Startplatz auch ins Ziel. Jan Deitenbach fightete sich in einem Husarenritt von seiner 19. Startposition auf den siebten Rang vor: Genug, um den umjubelten Sieg zu holen, mit dem sich Deutschland zum ersten Mal in die Liste der Mannschaftsweltmeister beim FIM Supermoto of Nations einträgt.


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